Tailwind – auf den Nadeln im Oktober

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Im Oktober „Auf den Nadeln“ ist bei mir dieses flauschige Mohairtuch. Das Strickmuster „Tailwind“ von Clara Falk hat mich wegen zwei Details interessiert:

Durch Abnahmen an der einen Seite und Zunahmen an der anderen erhält es seine charakteristische Form – die ich nochmal am fertigen Ergebnis fotografieren werde.

Vor allem aber hat mich der I-Cord-Abschluss neugierig gemacht. Dieser wird an einer Seite des Tuchs und später abschließend beim Abnehmen der Maschen gearbeitet. Vor den letzten drei Maschen der Rückreihe wird der Faden vor die Nadel gelegt. Die restlichen Maschen werden einfach auf die andere Nadelgeschoben. Bei der anschließenden Hinreihe werden diese drei Maschen rechts abgestrickt. Dadurch ergibt sich am Rand eine „Stricklieseloptik“.

Diese Art Rand kannte ich bisher nicht. Bei der dünnen Mohairwolle wirkt es filigran, kommt aber trotzdem zur Geltung. Bin gespannt, wie das bei etwas stärkerer Wolle aussieht.

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Wendestoffbeutel mit Innenfutter nähen

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Bei diesem Stoffbeutel habe ich es mir sehr einfach gemacht. Ohne Schnittmuster habe ich einen vorhandenen Beutel direkt auf den Stoff gelegt und dann rundherum ausgeschnitten.

Je nach verwendetem Stoffmuster werden entweder jeweils zwei Seiten für Außen- und Innenbeutel ausgeschnitten, oder – falls das Muster nicht eine bestimmte Richtung vorgibt – sogar nur eine lange Stoffbahn.

Außerdem werden noch die Henkel zugeschnitten. Meine habe ich etwas breiter als üblich gewählt. Das finde ich angenehmer zu tragen. Entweder schneidet man aus jedem der Stoffe zwei Streifen in der gewünschten Breite plus Nahtzugabe, oder man schneidet ein breiteres Stück plus Nahtzugabe aus einem der Stoffe. Henkel rechts auf rechts („schöne“ Seiten liegen aufeinander) zusammennähen und wenden.

Außen- und Innenbeutel werden jeweils genäht. Um dem Beutel mehr Volumen zu geben, können die Ecken diagonal abgeschnitten werden. Dadurch formt sich ein Taschenboden.

Anschließend dann die beiden Beutel rechts auf rechts zusammenlegen und bis auf eine Wendeöffnung zusammennähen. Bei diesem Arbeitsschritt können die Henkel gleich miteingefasst werden. Dadurch lässt sich der Beutel wenden und von beiden Seiten tragen. Abschließend habe ich Taschenöffnung nochmal rundherum abgesteppt, um die Henkel zu stabilisieren.

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Glitzerschal im Margaritenmuster mit Jerseyrückseite

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Der Frühling ist da. Trotzdem kann mein Kitamädchen sich nur schwer vom Ergebnis des Glitzerprojekts trennen. „Blumen passen doch gut zum Frühling, Mama!“

Die Vorderseite ist im Margaritenmuster gearbeitet. Eine bebilderte Anleitung gibt es zum Beispiel bei we are knitters.

Bei diesem Schal sind die Blumen so verteilt:

  • 1.-3.-5. Reihe: rechte Maschen
  • 2.-4.-6. Reihe: linke Maschen
  • 7. Reihe: Randmasche, 2 re *Margarite (4 re, 3S – 6 re)*, Ma – 2 re, Randmasche
  • 8. Reihe: Randmasche 2 li *2 li zus, 1 li, 2 zus, 1 li, 2 li zus – 5 Ma links* 5 zus – 1 Ma li, Randmasche
  • 9.-11.-13. Reihe: rechte Maschen
  • 10.-12.-14. Reihe: linke Maschen
  • 15. Reihe: (versetzt) Randmasche – 7 re *Ma – 6 Ma re*, 7 Ma re, Randmasche
  • 16. Reihe: Randmasche – 7 Ma links *2 Ma li zus – 1 li – 2 Ma li zus – 1 li – 2 Ma li zus, 5 Ma li*, 5 zus, 6 Ma li, Randmasche

Diese Musterfolge bis zur gewünschten Länge wiederholen.

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Die Mischung aus Glitzerfaden und weichem Wollgarn trägt sich tatsächlich sehr angenehm. Sicherheitshalber habe ich aber einen Jerseystoff auf die linke Seite genäht. Wenn die Strickseite nach oben liegt und die Jerseyseite mit dem Unterfaden genäht wird, ist das mit einer normalen Nähmaschine ganz einfach. Strickstück und Jerseystoff habe ich rechts auf rechts gelegt – also mit der „schönen“ Seite zusammen und dann bis auf eine Wendeöffnung rundherum zusammen genäht. Den Schal auf rechts wenden („schöne“ Seiten sind wieder beide außen) und die Wendeöffnung per Hand schließen (unsichtbar) oder mit der Nähmaschine (schnell).

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Wollverpackung

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Die Kinder hatten Keramik bemalt. Und diese sollte an einen lieben Menschen verschickt werden. Knisterfolie und Papier sind als Dämpfung ja nicht schlecht.Aber sicherheitshalber habe ich einen dicken Flauschschal um die fragile Fracht gewickelt. Als Keramik- und Halsverpackung sozusagen.

Der Schal ist durchgängig im Schachbrettmuster gestrickt.

 

 

Ein glänzendes neues Jahr!

glänzendes neues JahrMein Strickjahr beginnt mit Glanz und Glitzer. Auf Wunsch  meines Kitamädchens entsteht ein Schal mit Glitzerbeifaden. Habe so etwas noch nie verarbeitet und war skeptisch, ob das nicht zu kratzig sein könnte (ü-ber-haupt nicht – findet die zukünftige Trägerin) und sich beim Stricken ständig verhakt (tut es nicht – kann ich sagen).

Die andere Wolle ist sehr weich und hat einen schönen Beerenton. Insgesamt finde ich es so nicht zu kitschig.

schnell gestrickte Mütze

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Das „Reserveknäuel“ vom Schal hat noch genau für diese Basicmütze gereicht. Mit einem 8er-Nadelspiel superschnell gestrickt.

Anleitung: 

  • 60 Maschen auf dem Nadelspiel verteilen
  • 5cm Bündchenmuster (1 rechts, 1 links)
  • danach in Runden rechts stricken
  • nach 22cm mit den Abnahmen beginnen
  • 1. Runde: jede 5. & 6. Masche zusammenstricken => 50 Maschen
  • 2. Runde: jede 4. & 5. Masche zusammenstricken => 40 Maschen
  • 3. Runde: jede 3. & 4. Masche zusammenstricken => 30 Maschen
  • 4. Runde: jede 2. & 3. Masche zusammenstricken => 20 Maschen
  • 5. Runde: jeweils zwei Maschen zusammenstricken => 10 Maschen
  • 6. Runde: jeweils zwei Maschen zusammenstricken => 5 Maschen
  • den Faden durch die verbliebenen Maschen ziehen und festziehen
  • Fadenende vernähen

Schal in Herbstfarben

HerbstschalIn letzter Zeit ratterte hier eher die Nähmaschine. Die Kinder wollten endlich auch einmal Halloween feiern. Kostüme mussten genäht werden. Zum Ausgleich also ein entspannendes Strickstück: zwei rechts, zwei links, zwei rechts, zwei links… Strickyoga, sozusagen. Die Wolle passt perfekt zum Berliner Herbst: Laubfarben und Großstadtgrau kombiniert. Eine Wolle-Alpaka-Mischung mit Acrylanteil (nicht so kratzig) von wollen berlin.